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Klares und ruhiges Lied: Teil 2
借問漢宮誰得似,可憐飛燕倚新妝。
Dieses Gedicht gehört zum streng geregelten Genre des siebensilbigen Vierzeilers innerhalb des musikalischen Rahmens des Klar-und-Ruhig-Liedes. Das Stück hält sich streng an das geregelte Reimschema der ebenen Töne und nutzt die elfte Kategorie des Reimwörterbuchs, die auf offene Nasal- und Plosivlaute endet. Li Bai erschafft eine meisterhafte Spannung zwischen üppiger, sinnlicher Bildsprache und subtiler historischer Anspielung, wobei er in den Couplets eine präzise parallele Syntax verwendet, um den lobpreisenden Ton zu heben.
Verfasst während der Tianbao-Ära der Tang-Dynastie am kaiserlichen Hof in Chang'an, wurden diese Verse von Kaiser Xuanzong in Auftrag gegeben, während er im Aloeholz-Pavillon zusammen mit der kaiserlichen Konkubine Yang Yuhuan Pfingstrosen betrachtete. Unter dem höchsten Druck kaiserlicher Schirmherrschaft verknüpft Li Bai höfisches Lob mit legendären historischen Persönlichkeiten und balanciert künstlerische Brillanz mit dem prekären Seiltanz der Gunst der Bürokratie unter der Herrschaft Kaiser Xuanzongs.
Das Gedicht entfaltet sich durch einen ansteigenden visuellen und historischen Vergleich, der von natürlicher floraler Perfektion zu mythologischer und kaiserlicher Geschichte übergeht.
Li Bai synthetisiert höfische Feierlichkeit mit einem ergreifenden Unterstrom der Vergänglichkeit, was die vom Daoismus durchdrungene Ästhetik widerspiegelt, in der die ultimative Schönheit in ihrem zerbrechlichen, blühenden Höhepunkt erkannt wird. Die Gegenüberstellung von episch-floraler Pracht und historischem dynastischem Niedergang fängt eine universelle Meditation über die vergängliche Natur des Ruhms ein und hallt in den globalen literarischen Traditionen als Meisterklasse erhöhten Lobpreises nach.