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Duft des Zimtbaums: Aufstieg nach Jinling zum Blick in die Ferne
Wo Spätherbst starr die alte Stadt umfängt.
Tausend Meilen Stromes glänzen gleich der Seide,
Und smaragd'ne Gipfel ragen wie geschärfte Speere.
Heimkehrende Segel gleiten durch die sinkende Sonn';
Im Abendwind sich schräg die Weinschilder neigen.
Bunte Schiffe unter leicht vertrieb'nen Wolken,
Wo weiße Reiher aufsteigen wie gestreute Sterne —
Kein Pinsel fassend je die Pracht der Welt.
Ich denk' an jene Tage einst vergang'n,
Und seufz' um Türme, wo die Pforten brachen
In endlos Wellen bittertiefen Leids.
Seit ewigen Zeiten steigt man hier umsonst empor,
Und klagt vergebens über Macht und Fall.
Der Sechs Dynastien Ruhm ist wie der Strom verweht;
Nun hüllen kalter Nebel und verblaßtes Grün
Die Stätten ein in stummes Totenkleid.
Bis heute klingen Lieder junger Mädchen vom Strom
Nach jener letzten Melodie vom Pforten-Tor.
正故國晚秋,天氣初肅。
千里澄江似練,翠峯如簇。
歸帆去棹殘陽裏,背西風、酒旗斜矗。
彩舟雲淡,星河鷺起,畫圖難足。
念往昔、繁華競逐。
嘆門外樓頭,悲恨相續。
千古憑高,對此漫嗟榮辱。
六朝舊事隨流水,但寒煙、芳草凝綠。
至今商女,時時猶唱,後庭遺曲。
Gerade als des alten Reichs Spätherbst, das Wetter beginnt zu frösteln.
Tausend Meilen klaren Flusses gleichen weißer Seide, smaragafarbene Gipfel wie gebündelte Pfeile.
Heimkehrende Segel und abfahrende Ruder im schwindenden Sonnenlicht, dem Westwind den Rücken kehrend, stehen Weinflaggen schräg.
Bunte Boote, wo Wolken leicht treiben, die Milchstraße von Reihern steigt auf, eine Malerrolle schwer zu genügen.
Gedenkend vergangener Tage, Pracht wetteiferte und jagte nach.
Seufzend außerhalb der Tore und auf den Türmen, Kummer und Hass folgten einander.
Seit ewigen Zeiten sich auf Höhen verlassend, dem gegenüber, unnütz seufzend über Ruhm und Schande.
Der Sechs Dynastien alte Angelegenheiten folgen dem fließenden Wasser, nur kalter Dunst, duftende Grässer gerinnen zu Grün.
Bis heute singen Kaufmannsmädchen von Zeit zu Zeit immer noch die Abschiedsmelodie des Hinterhofs.