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Gesang der reinen Freude: Über die Zikade
Jahr um Jahr liegt grüner Schatten auf den Höfen.
Erstickte Töne wandern durch die kühlen Zweige,
Sie klagen neu ein tiefes, herbes Abschiedsweh.
Ein Schauer zieht am Westfenster vorüber.
Wie seltsam fließen Jadeanhänger durch den Äther,
wie stimmen Zittern ihre Stege.
Der Spiegel trübt sich, Schmuck verblasst — für wen
noch tragen jene zarten Schläfen solchen Glanz?
Des Bronzegunsten bleierne Tränen sind verströmt,
er seufzt, weil man das Becken fortgetragen,
und keiner kann den fallenden Tau bewahren.
Kranke Flügel, vom Herbst erschreckt, ein dürrer Leib,
der durch die Welt geht — wie viele Wenden
der schrägen Sonne vermag er noch zu ertragen?
Der sterbende Gesang wird immer bitterer.
Warum muss sie solch einsame Reinheit wahren,
nur um in Trostlosigkeit zu versinken?
Vergeblich träumen wir vom sanften Südwind
und von den Weiden, tausend zarten Strängen.
乍咽涼柯,還移暗葉,重把離愁深訴。
西窗過雨。
怪瑤佩流空,玉箏調柱。
鏡暗妝殘,爲誰嬌鬢尚如許。
銅仙鉛淚似洗,嘆攜盤去遠,難貯零露。
病翼驚秋,枯形閱世,消得斜陽幾度。
餘音更苦。
甚獨抱清高,頓成悽楚。
謾想薰風,柳絲千萬縷。
Plötzlich erstickend an kühlen Ästen, dann dunkle Blätter verschiebend, wiederholt tief klagend über Abschiedsschmerz.
Westliches Fenster vorbeiziehender Regen.
Seltsam, dass Jadeschmuck durch den Leerraum fließt, die Jadewölbung der Zither ihre Stege stimmt.
Spiegel verdunkelt und Schmuck zerstört, für wen sind zarte Schläfen noch so?
Der bleierne Tränen ähnliche Waschung des Bronzegunsten, seufzend, dass das Tragen der Schale in die Ferne schwer ist, den herabfallenden Tau zu sammeln.
Kranke Flügel vom Herbst erschreckt, verdorrte Gestalt die Welt betrachtend, wie viele Grade schräggerichteter Sonne kann sie ertragen.
Verbleibende Klänge noch bitterer.
Warum allein reine Erhabenheit umarmend, plötzlich zu Trostlosigkeit werdend?
Vergeblich an den lauen Südwind denkend, Weidenfäden zehntausend Stränge.