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Melodie: Dame Qi – Spätherbstlicher Himmel
Ein flüchtiger Nieselregen streift das Hofgeländer.
Der Chrysanthemen am Geländer dünner Kranz, die Wutongbätter im Hofe treiben im schwindenden Dunst.
So trostlos.
Ich blicke hin zu den Flussübergängen,
wo ziehende Wolken im Abendlicht verdunkeln.
Dem alten Song Yu gleich, der Schmerz empfand an diesen Wassern und an diesen Höhen.
Der Weg vor mir ist lang und fern, des Wanderers Herz ist schwer von Gram,
überdrüssig, dem fernen Rauschen der Ströme zu lauschen.
Zikaden zirpen durch welkes Laub, während Grillen das welke Gras durchdringen,
die Luft erfüllt von Herbstes Klage.
In einsamer Herberge schleppen sich die Tage wie Jahre dahin.
Der Nachtwind kühlt mit schweren Tauen, die Stunden gleiten in tiefstes Dunkel.
Der grenzenlose Himmel ist klar, der purpurne Fluss seicht und der helle Mond makellos.
Meine Gedanken weben endlos fort.
Durch diese lange Nacht angesichts der Szenerie, wie kann ich es ertragen, die Jahre zu zählen und der Vergangenheit nachzuhängen?
Ruhmlos, ranglos, treibend zwischen gemalten Gassen und roten Türmen,
ließ ich ganze Jahreszeiten verstreichen.
Der Hauptstadt Lenz und Herbst waren so hell in jugendlichen Tagen,
mit abendlichen Festen und morgendlicher Fröhlichkeit.
Umgeben damals von tollkühnen Freunden und wunderlichem Gefolge,
wo immer Lied und Wein zu finden waren, verweilten wir.
Seit dem Abschied ist die Zeit geflogen wie das Schiffchen am Webstuhl;
alte Wanderungen scheinen ein verblassender Traum über diesen grenzenlosen, nebligen Wogen.
An den Gedanken an Gewinn und Ruhm gebunden, zehrt sich mein Geist auf.
Ich jage den Schatten des Gestern nach mit hohlem, trauriger Miene.
Die Wasseruhr verrinnt, eine plötzliche Kälte kriecht durch die Luft.
Die bemalten Hörner beginnen zu schluchzen, ihre sterbenden Töne im Morgenlicht gelöst.
Am stillen Fenster lösche ich die Lampe, während der Tag anbricht,
und halte meinen einsamen Schatten durch die schlaflose Nacht.
一霎微雨灑庭軒。
檻菊蕭疏,井梧零亂惹殘煙。
悽然。
望江關。
飛雲黯淡夕陽間。
當時宋玉悲感,向此臨水與登山。
遠道迢遞,行人悽楚,倦聽隴水潺。
正蟬吟敗葉,蛩響衰草,相應喧喧。
孤館度日如年。
風露漸變,悄悄至更闌。
長天淨,絳河清淺,皓月嬋娟。
思綿綿。
夜永對景,那堪屈指,暗想從前。
未名未祿,綺陌紅樓,往往經歲遷延。
帝裏風光好,當年少日,暮宴朝歡。
況有狂朋怪侶,遇當歌、對酒競留連。
別來迅景如梭,舊遊似夢,煙水程何限。
念利名、憔悴長縈絆。
追往事、空慘愁顏。
漏箭移、稍覺輕寒。
漸嗚咽、畫角數聲殘。
對閒窗畔,停燈向曉,抱影無眠。
Ein Schauer aus leichtem Regen benetzt den Hofpavillon.
Geländer-Chrysanthemen sind karger und verwelkt, Brunnensimse-Wutongbäume ungeordnet locken bleibenden Dunst an.
Traurig.
Blickend zum Flussübergang.
Fliegende Wolken düster inmitten der abendlichen Sonne.
Zu jener Zeit fühlte Song Yu Kummer, diesem Gewässer zugewandt und Berge besteigend.
Der ferne Weg ist gewunden und lang, der Reisende ist trostlos und bitter, müde dem Long-Wasser-Murmeln zu lauschen.
Genau als Zikaden singen über gefallenen Blättern, Grillen tönen im welken Gras, sich gegenseitig erwidernd und lärmend.
Einsame Herberge, Tage verbringen sich wie Jahre.
Wind und Tau verändern sich allmählich, still zur nächtlichen Wache gelangend.
Der weite Himmel ist klar, der purpurne Fluss ist flach und hell, der strahlende Mond ist anmutig.
Gedanken sind ununterbrochen und endlos.
Die Nacht ist lang beim Anblick der Szenerie, wie kann man es ertragen, an Fingern abzuzählen, heimlich über die Vergangenheit nachzudenken.
Ohne Ruhm oder offizielle Besoldung, in gemalten Gassen und roten Türmen, oft Jahre mit Aufschub verbringend.
Die kaiserliche Hauptstadt Szenerie ist fein, damals in jugendlichen Tagen, Abendbankette und Morgenfreuden.
Zudem wilde Gefährten und exzentrische Reisende habend, auf Gesang treffend, dem Wein begegnend, verweilend und zögernd zu gehen.
Seit dem Abschied eilt die schnelle Zeit wie ein Schiffchen, alte Reisen erscheinen wie Träume, neblige Gewässer Entfernung welch Grenze.
Gedenkend an Profit und Ruhm, ausgezehrt und lange verstrickt.
Verfolgend vergangene Dinge, vergeblich düster mit traurigem Gesicht.
Die Wasseruhr-Stab wechselt, leicht spürt man geringe Kälte.
Allmählich schluchzend, gemalte Hörner einige Töne verklingen.
Dem müßigen Fenster zugewandt, die Lampe anlegend zum Morgengrauen, den Schatten umarmend ohne Schlaf.