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Lied von den sechs Präfekturen: Meditationen über die nördliche Grenze
Dunkler Feldzugstaub, scharfe Herbstwinde, die leisen Grenzklänge dröhnen.
Mein schwerer Geist bricht ein.
Gedenkend vergangner Tage rein, war es des Himmels Will' und kein Menschendrang:
Des alten Rulings und Gesangs Gefilde, von fremdem Nomadenduft besudelt wild.
Am andern Ufer Filzzelte sich brehn; wenn sinkend die Sonne flieht, Herden ziehn,
und Festungen allenthalben stehn.
Ich seh der Barbaren Fürsten reiten zur Mitternachtsjagd, ihr Fackelschein
lässt Flüsse wie helle Feuer sein.
Flöten und Trauertrommeln wehklagen schwer,
und Schrecken ergreift die Seele und mehr.
Ich berühre den Pfeil an meiner Hüfte, das rostende Schwert in seiner Scheid' –
verzehrt von Motten in ewiger Zeit. Was hab ich geschafft bis heut?
Die Zeit enteilt, das Herz schlägt kühn umsonst, das alternde Jahr vergeht,
fern von der heimatlichen Stätte.
Ob kriegerischer Tanz ferne Lande gewinnt und Warnfeuer endlich verglühn,
die endlosen Gesandten vorüberglohn –
Was nützt all dieser Hohlraum schon?
Man sagt, die Alten der Nordebene blicken stets südwärts mit Tränen im Blick,
und spähen nach kaiserlichen Bannern zurück.
Lass irgendeinen Reisenden diesen Ort erreichen, und treuer Zorn schwillt ihm in der Brust,
bis seine Tränen fließen unbewusst.
征塵暗,霜風勁,悄邊聲。
黯銷凝。
追想當年事,殆天數,非人力,洙泗上,絃歌地,亦羶腥。
隔水氈鄉,落日牛羊下,區脫縱橫。
看名王宵獵,騎火一川明。
笳鼓悲鳴。
遣人驚。
念腰間箭,匣中劍,空埃蠹,竟何成。
時易失,心徒壯,歲將零。
渺神京。
幹羽方懷遠,靜烽燧,且休兵。
冠蓋使,紛馳騖,若爲情。
聞道中原遺老,常南望,羽葆霓旌。
使行人到此,忠憤氣填膺。
有淚如傾。
Feldzugstaub verdunkelt, Frostwind heftig, leiser Grenzklang.
Dunkel schrumpft der Geist.
Verfolgend gedenken vergangener Tage, wohl himmlische Zahl, nicht menschlicher Kraft,
Zhu- und Si-Flüsse oben, Saiten- und Gesang-Land, auch nach Hammelfleisch stinkend.
Überm Wasser Filzdörfer, sinkende Sonne Rinder und Schafe steigen herab, Sperrwerke kreuz und quer.
Sehe edle Könige nächtliche Jagd, Reiterfeuer ein Strom hell.
Bambusflöten und Trommeln traurig wehrend.
Leute entsetzend.
Denke Taille zwischen Pfeilen, Scheide in Schwert, leer mütterlich, am Ende was erreicht.
Zeit leicht verloren, Herz eitel stark, Jahre im Begriff zu welken.
V Eifrig göttliche Hauptstadt.
Schilde und Federn gerade ferne hegend, stille Feuersignale, einstweilen Truppen ruhen.
Kappen und Kutschen Gesandte, eilig galoppierend, wie für Gefühl.
Höre sagen, Zentralebene überlebende Alte, oft südwärts blickend, Feder-Baldachine Regenbogen-Banner.
Verursacht Reisende hier ankommen, treuer Zorn Qi füllt Brust.
Hat Tränen wie gießend.